Mit zwölf habe ich angefangen, Websites auseinanderzunehmen, um zu verstehen, wie sie wirklich funktionieren. Meine Eltern hatten ein Ladenlokal im Ankauf, sechs Quadratmeter Verkaufsfläche, und ich konnte alles Gelernte sofort am eigenen Geschäft ausprobieren. Das war ein seltener Vorteil: Jede Idee wurde innerhalb weniger Wochen daran gemessen, ob mehr Leute in den Laden kamen.
Daraus wurden 2,5 bis 3 Millionen Euro Jahresumsatz, aufgebaut über die Suche, über Anzeigen und über ein gepflegtes Google-Profil. Später kam eine Entrümpelungsfirma in Deutschland dazu, die ich gemeinsam mit Partnern führe und die im Schnitt bei rund 150.000 Euro Monatsumsatz liegt; das Marketing liegt dort bei mir. Dort habe ich zum ersten Mal erlebt, dass funktionierendes Marketing zum Problem wird, wenn die Verwaltung dahinter aus Zetteln besteht.
Suchmaschinen sind mir bis heute Hobby geblieben. Ich verfolge, wie sich Googles Bewertung verändert, auch in den Ecken, in denen Leute die Regeln systematisch austesten. Für Kunden setze ich davon nichts ein, was mittelfristig zum Risiko wird, aber es hilft beim Einschätzen, warum eine Seite steht, wo sie steht.